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Amalie von Oranien, geb. Gräfin zu Solms-Braunfeld : ein Lebensbild
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richtete sie von jedem wichtigen Vorfälle; wir habenvon ihm zahllose Briefe und Zettel an die Prinzessin,oft mikroskopisch geschrieben, damit die Feinde, diegrößere Briefe gern abfingen, sie übersehen möchten.Amalie forderte beständig Nachrichten von ihm, un-bekümmert um seine Uberbürdung mit Geschäften.Professor Theodor Jorissen in Amsterdam hat Huygens x )1871 biographisch behandelt und 1873 seine Memoirenzum ersten Male herausgegeben. Durch seine GedichteVoorhout und Oogentroost nimmt Huygens einen vor-nehmen Platz in der Literatur ein, und seit 1625 stander Friedrich Heinrich als Sekretär, seit 1630 als Ratund Rechenmeister zur Seite. Enthalten auch die obenerwähnten Briefe nicht viel Wichtiges, so bezeugen siedocli Amaliens Vertrauen zu Huygens, und es mußzwischen ihnen ein freundschaftliches Verhältnis geherrschthaben, das sich aber Mitte 1646 änderte. Ich werdespäter darauf zurückkommen.

Die Generalstaaten bedurften der Hilfe Frankreichsgegen Spanien, besonders seit die Dänen, mit denensie am 9. Dezember 1625 eine Defensiv- und Offensiv-Allianz geschlossen hatten, am 27. August 1626 bei Lutteram Barenberge aufs Haupt geschlagen worden waren.Sie hatten schon am 16. Juni 1624 in Compiegne einenVertrag mit Frankreich gemacht und stützten sich nundarauf, ohne vorerst in Frankreich viel Gegenliebe zufinden. Framjois dAerssens, Herr von Sommelsdyck,ihr Agent am französischen Hofe, der viel Einfluß beiFriedrich Heinrich und bei Amalie genoß, bat den Kar-dinal Richelieu am 17. September 1626 dringend umHilfe und Frankreich ließ sich am 28. August 1627 bereitfinden, in Paris den Vertrag von Compiegne auf neun

') (leboren 4. September 1596 im Haag.