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Buch der Lieder
Seite
169
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Fragen. Der Phönix. Igg

Der Mond verbarg sich ebenHinter Gewölk, das dunkler heranzog;

Hoch aufrauschte das Meer,lind siegreich traten hervor am HimmelDie ewigen Sterne.

7.

Fragen.

Am Meer, am wüsten, nächtlichen MeerSteht ein Jüngling-Mann,

Die Brust voll Wehmut, das Haupt voll Zweifel,Und mit düstern Lippen fragt er die Wogen:

O löst mir das Rätsel des LebenS,Das qualvoll uralte Rätsel,

Worüber schon manche Häupter gegrübelt,Häupter in Hieroglyphenmiitzen,

Häupter in Turban und schwarzem Barett,Herückenhäupter und tausend andreArme, schwitzende Meuschenhäupter

Sagt mir, was bedeutet der Mensch?

Woher ist er kommen? Wo geht er hin?Wer wohnt dort oben auf goldenen Sternen?"

Es murmeln die Wogen ihr ew'ges Gemurmel,Es wehet der Wind, es fliehen die Wolken,Es blinken die Sterne gleichgültig und kalt,Und ein Narr wartet auf Antwort.

8.

Der Phönix.

Es kommt ein Vogel geflogen aus Westen,Er fliegt gen Osten,

Nach der östlichen Gartenheimat,Wo Spezereien duften und wachsen,