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Buch der Lieder
Seite
168
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Igg Die Nordsee.

Und wahrlich! der Hinkende, nimmermehr

Fällt er Heben ins Amt,

Und schenkt geschäftig in der Versammlung

Den lieblichen Nektar. Und längst ist erloschen

Das unauslöschliche Göttergelächter.

Ich Hab' euch niemals geliebt, ihr Götter!

Denn widerwärtig sind mir die Griechen ,Und gar die Römer sind mir verhaßt.

Doch heil'ges Erbarmen und schauriges MitleidDurchströmt mein Herz,

Wenn ich euch jetzt da droben schaue,

Verlassene Götter,

Tote, nachtwandelnde Schatten,

Nebelschwache, die der Wind verscheuchtUnd wenn ich bedenke, wie feig und windigDie Götter sind, die euch besiegten,

Die neuen, herrschenden, tristen Götter,Die schadenfrohen im Schafspelz der DemutO, da faßt mich eilt düsterer Groll,

Und brechen möcht' ich die neuen Tempel,Und kämpfen für euch, ihr alten Götter,

Für euch und eu'r gutes ambrosisches Recht,Und vor euren hohen Altären,Den wiedergebauten, den opferdampfenden,Möcht' ich selber knieen und beten,

Und flehend die Arme erheben

Denn immerhin, ihr alten Götter,

Habt ihr's auch eh'mals in Kämpfen der MenschenStets mit der Partei der Sieger gehalten,

So ist doch der Mensch großmüt'ger als ihr,Und in Götterkämpfen halt' ich es jetztMit der Partei der besiegten Götter.

Also sprach ich, und sichtbar errötetenDroben die blassen Wolkengsstalten,

Und schauten mich an wie Sterbende,Schmerzenverklärt, und schwanden plötzlich.