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Buch der Lieder
Seite
26
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Junge Leiden.

Romanze n.

i.

Ber Traurige.

Allen thut es weh im Herzen,Die den bleichen Knaben sehn,Dem die Leiden, dem die SchmerzenAufs Gesicht geschrieben stehn.

Mitleidvolle Lüfte fächelnKühlung seiner heißen Stirn;

Labung möcht' ins Herz ihm lächelnManche sonst so spröde Dirn'.

Aus dem wilden Lärm der StädterFlüchtet er sich nach dem Wald.

Lustig rauschen dort die Blätter,Lust'ger Vogelsang erschallt.

Doch der Sang verstummet balde,Traurig rauschet Baum und Blatt,Wenn der Traurige dem WaldeLangsam sich genähert hat.

2.

Berg stimme.

Ein Reiter durch das Bergthal zieht,Im traurig stillen Trab:

Ach! zieh' ich jetzt wohl in Liebchens Arm,Oder zieh' ich ins dunkle Grab?Die Bergstimm' Antwort gab:

Ins dunkle Grab!

Und weiter reitst der Reitersmann,Und seufzet schwer dazu:

So zieh' ich denn hin ins Grab so früh,Wohlan, im Grab ist Ruh'!