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Buch der Lieder
Seite
156
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Die Nordsee.

So tief, meertief alsoVerstecktest du dich vor mirAus kindischer Laune,

Und konntest nicht mehr herauf,

Und saßest fremd unter fremden Leuten,Jahrhundertelana,

Derweilen ich, die Seele voll Gram,Auf der ganzen Erde dich suchte,Und immer dich suchte,

Dil Jinmergeliebte,

Du Längstverlorene,

Du Endlichgefundene

Ich Hab' dich gefunden und schaue wiederDein süßes Gesicht,

Die klugen, treuen Augen,

Das liebe Lächeln

Und nimmer will ich dich wieder verlassen.Und ich komme hinab zu dir,

Und mit ausgebreiteten ArmenStürz' ich hinab an dein Herz

Aber zur rechten Zeit nochErgriff mich beim Fuß der Kapitän,Und zog mich vom Schiffsrand,

Und rief, ärgerlich lachend:

Doktor, sind Sie des Teufels?

11.

Reinigung.

Bleib du in deiner Meerestiefe,

Wahnsinniger Traum,

Der du einst so manche Nacht

Mein Herz mit falschem Glück gequält hast,

Und jetzt als Seegespenst

Sogar am hellen Tag mich bedrohest

Bleib du dort unten in Ewigkeit,

Und ich werfe noch zu dir hinab

All meine Schmerzen und Sünden,