Die Nordsee.
So tief, meertief alsoVerstecktest du dich vor mirAus kindischer Laune,
Und konntest nicht mehr herauf,
Und saßest fremd unter fremden Leuten,Jahrhundertelana,
Derweilen ich, die Seele voll Gram,Auf der ganzen Erde dich suchte,Und immer dich suchte,
Dil Jinmergeliebte,
Du Längstverlorene,
Du Endlichgefundene —
Ich Hab' dich gefunden und schaue wiederDein süßes Gesicht,
Die klugen, treuen Augen,
Das liebe Lächeln —
Und nimmer will ich dich wieder verlassen.Und ich komme hinab zu dir,
Und mit ausgebreiteten ArmenStürz' ich hinab an dein Herz —
Aber zur rechten Zeit nochErgriff mich beim Fuß der Kapitän,Und zog mich vom Schiffsrand,
Und rief, ärgerlich lachend:
Doktor, sind Sie des Teufels?
11.
Reinigung.
Bleib du in deiner Meerestiefe,
Wahnsinniger Traum,
Der du einst so manche Nacht
Mein Herz mit falschem Glück gequält hast,
Und jetzt als Seegespenst
Sogar am hellen Tag mich bedrohest —
Bleib du dort unten in Ewigkeit,
Und ich werfe noch zu dir hinab
All meine Schmerzen und Sünden,