144 Die Nordsee.
Von Nachbarskindern vernalnn.
Wenn wir am SommerabenoAuf den Treppensteinen der HausthiirZum stillen Erzählen niederkauertenMit kleinen, horchenden HerzenUnd neugierklugen Augen;
Während die großen MädchenNeben duftenden BlumentöpfenGegenüber am Fenster saßen,Nosengesichter,
Lächelnd und mondbeglänzt.
3.
Soimeinliitergaiig.
Die glühend rote Sonne steigtHinab ins weit aufschauernde,
Silbergraue Weltmeer;
Luftgebilde, rosig angehaucht,
Wallen ihr nach; und gegenüber,Aus herbstlich dämmernden Wolkenschleicri:,Ein traurig todblasses Antlitz,
Bricht hervor der Mond,
Und hinter ihm, Lichtfünkchen,
Nebelweit, schimmern die Sterne
Einst am Himmel glänzten,
Ehlich vereint,
Luna, die Göttin, und Sol, der Gott,Und es wimmelten um sie her die Sterne,Die kleinen, unschuldigen Kinder,
Doch böse Zungen zischelten Zwiespalt,Und es trennte sich feindlichDas hohe, leuchtende Eh'paar.
Jetzt am Tage, in einsamer Pracht,Ergeht sich dort oben der Sonnengott,Ob seiner HerrlichkeitAngebetet und vielbesungen