Die Heimkehr.
Aber sage mir, Geliebte,
Hast du auch nicht falsch geschworen?
„Falsch ist nicht in mir, Geliebter,Wie in meiner Brust kein TropfenBlut ist von dem Blut der MohrenUnd des schmutz'gen Judenvolkes."
Laß die Mohren und die Juden,Spricht der Ritter, freundlich kosend:Und nach einer MyrtenlaubeFührt er die Alkadentochter.
Mit den weichen LiebesnetzenHat er heimlich sie umflochten!
Kurze Worte, lange Küsse,
Und die Herzen Überflossen.
Wie ein schmelzend süßes BrautliedSingt die Nachtigall, die holde;Wie zun: Fackeltanze hüpfenFeuerwürmchen auf dem Boden.
In der Laube wird es stiller,Und man hört nur, wie verstohlen.Das Geflüster kluger MyrtenUnd der Blumen Atemholen.
Aber Pauken und TrommetenSchallen plötzlich aus dem Schlosse,Und erwachend hat sich ClaraAus des Ritters Arm gezogen.
„Horch! da ruft es mich, GeliebterDoch, bevor wir scheiden, sollst duNennen deinen lieben Namen,
Den du mir so lang' verborgen."
Und der Ritter, heiter lächelnd,Küßt die Finger seiner Donna,
Küßt die Lippen und die Stirne,lind er spricht zuletzt die Worte: