Tonna Clara.
Aus dem edelblassen Antlitz,
Glich er wahrlich Sankt Georgen/'
Also dachte Donna Clara,
Und sie schaute auf den Boden;
Wie sie aufblickt, steht der schöne,Unbekannte Ritter vor ihr.
Händedrückend, liebeflüsterndWandeln sie umher im Mondschein.Und der Zephyr schmeichelt freundlich,Mürchenartig grüßen Rosen.
Märchenartig grüßen Rosen,
Und sie glühn wie Liebesboten. —Aber sage mir, Geliebte,
Warum du so plötzlich rot wirst?
„Mücken stachen mich, Geliebter,Und die Mücken sind im SommerMir so tief verhaßt, als würen'sLangenas'ge Judenrotten."
Laß die Mücken und die Juden,Spricht der Ritter, freundlich kosend.Von den Mandelbäumen fallenTausend weiße Blütenflocken.
Tausend weiße BlütenflockenHaben ihren Duft ergossen. —
Aber sage mir, Geliebte,
Ist dein Herz mir ganz gewogen?
„Ja, ich liebe dich, Geliebter,Bei dem Heiland sei's geschworen,Den die gottverfluchten JudenBoshaft tückisch einst ermordet."
Laß den Heiland und die Juden,Spricht der Ritter, freundlich kosend.In der Ferne schwanken traumhastWeiße Lilien, lichtumflossen.
Weiße Lilien, lichtumflossen,
Blicken nach den Sternen droben. ^