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Die Heimkehr. 109
65''
Diesen liebenswürdigen JünglingKann man nicht genug verehren;
Oft traktiert er mich mit AusternUnd mit Rheinwein und Likören.
Zierlich sitzt ihm Rock und Höschen,
Doch noch zierlicher die Binde,
Und so kommt er jeden Morgen,
Fragt, ob ich mich wohl befinde;
Spricht von meinem weiten Ruhme,
Meiner Anmut, meinen Witzen;
Eifrig und geschäftig ist er,
Mir zu dienen, mir zu nützen.
Und des Abends in Gesellschaft,
Mit begeistertein Gesichte,
Deklamiert er vor den DamenMeine göttliche» Gedichte.
O, wie ist es hoch erfreulich,
Solchen Jüngling noch zu finden.
Jetzt in unserer Zeit, wo täglichMehr und mehr die Bessern schwinden.
66.
Mir träumt': ich bin der liebe Gott,
Und sitz' im Himmel droben,
Und Englein sitzen um mich her,
Die meine Verse loben.
Und Kuchen ess' ich und KonfektFür manchen lieben Gulden,
Und Kardinal trink' ich dabei,
Und habe keine Schulden.
Doch Langeweile plagt mich sehr,
Ich wollt', ich wär' auf Erden,
^ Dieses Gedicht, wahrscheinlich im Herbst 1823 verfaßt, bezieht sich aufden Dr. zur. Rudolf Christians, der damals Stadtsekretär beim küneburgerMagistrat war und Heines Bekanntschaft suchte.