Lyrisches Intermezzo,
Und wenn in die große Flamme fließtDer Strom von unfern Thränen,
Und wenn dich mein Arm gewaltig umschließtSterb' ich vor Liebessehnen!
7.
Ich will meine Seele tauchenIn den Kelch der Lilie hinein;Die Lilie soll klingend hauchenEin Lied von der Liebsten mein.
Das Lied soll schauern und bebenWie der Kuß von ihrem Mund,Den sie mir einst gegebenIn wunderbar süßer Stund',
8.
Es stehen unbeweglichDie Sterne in der Höh'
Niel tausend Jahr', und schauenSich an mit LiebeSweh.
Sie sprechen eine Sprache,Die ist so reich, so schön;
Doch keiner der PhilologenKann diese Sprache verstehn.
Ich aber Hab' sie gelernet,Und ich vergesse sie nicht;Mir diente als GrammatikDer Herzallerliebsten Gesicht.
9.
Auf Flügeln des Gesanges,Herzliebcheii, trag' ich dich fort,Fort nach den Fluren des Ganges,Dort weiß ich den schönsten Ort,