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Buch der Lieder
Seite
49
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Sonette.

III.

Ich lache ob den abgeschmackten Lassen,Die mich anglotzen mit den Blocksgesichtern;Und lache ob den Füchsen, die so nüchternUnd hämisch mich beschnüffeln und begaffe».

Ich lache ob den hochgelahrten Affen,

Die sich aufblähn zu stolzen Geistesrichtern;Ich lache ob den feigen Bösewichtern,

Die mich bedroh» mit giftgetränkten Waffen,

Denn wenn des Glückes hübsche SiebensachenUns von des Schicksals Händen sind zerbrochen.Und so zn unser» Füßen hingeschmissen;

Und wenn das Herz im Leibs ist zerrissen.Zerrissen, und zerschnitten, und zerstochen,Dann bleibt uns doch das schöne gelle Lachen.

IV.

Im Hirn spukt mir ein Märchen wunderfein.Und in dem Märchen klingt ein feines Lied,

Und in dem Liede lebt und webt und blühtEin wunderschönes zartes Mägdelein.

Und in dem Mägdlein wohnt ein Herzchen klein.Doch in dem Herzchen keine Liebe glüht;

In dieses lieblos frostige GemütKam Hochmut nur und Übermut hinein.

Hörst du, wie mir im Kopf das Märchen klingetUnd wie das Liedchen summet ernst und schaurig?Und wie das Mägdlein kichert, leise, leise?

Ich fürchte nur, daß mir der Kopf zerspringet, -Und ach! da wär's doch gar entsetzlich traurig,Käm' der Verstand mir aus dem alten Gleise.

V.

In stiller, wehmutweicher AbendstundeUmklingen mich die längst verschollnen Lieder,Und Thränen fließen von der Wange nieder,Und Blut entquillt der alten Herzenswunde.

beim. Buch der Lieder. H