Romanzen.
DaS sind die Netze wunderbar,
Womit mich der Böse gefangen.
Und jeneS blaue Auge dort,
So klar wie stille Welle,
Das hielt ich für des Himmels Pfort',Doch war's die Pforte der Hölle. —
Herr Ulrich reitet weiter im Wald,Die Blatter rauschen schaurig.
Da sieht er fern eine zweite Gestalt,
Die ist so bleich, so traurig.
Der Junker spricht: O Mutter dort,Die mich so mütterlich liebte,
Der ich mit bösem Thun und WortDas Leben bitterlich trübte!
O, könnt' ich dir trocknen die Augen naß.Mit der Glut von meinen Schmerzen!O, könnt' ich dir röten die Wangen blaß,Mit dem Blut ans meinem Herzen!
Und weiter reitet Herr Illerich,Im Wald beginnt es zu düstern,
Viel seltsame Stimmen regen sich,Die Abendwinde flüstern.
Der Junker hört die Worte seinGar vielfach widerklingen.
Das thaten die lustigen Waldvöglein,Die zwitschern laut und singen.
Herr Ulrich singt ein hübsches Lied,Das Liedchen von der Rene,
Und hat er zu Ende gesungen das Lied,So singt er es wieder aufs neue.