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Buch der Lieder
Seite
22
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s? Jmige Leidcn.

Tobende Eile mich treibend erfaßt!

Aber wohl niemals liebten die Hören;Heimlich im grausamen Bunde verschworenSpotten sie tückisch der Liebenden Hast.

3.

Ich wandelte unter den BäumenMit meinem Gram allein;

Da kam das alte Träumen,

Und schlich mir ins Herz hinein.

Wer hat euch dies Wörtlein gelehret,Ihr Vöglein in luftiger Höh'?

Schweigt still! wenn mein Herz es höret,Dann thut es noch einmal so weh.

Es kam ein Jungfräu lein gegangen,Die sang es immerfort,

Da haben wir Vögleiu gefangenDas hübsche, goldene Wort."

Das sollt ihr mir nicht mehr erzählen,Ihr Vöglein wunderschlau;

Ihr wollt meinen Kummer mir stehlen,Ich aber niemanden: trau'.

4.

Lieb Liebchen, leg's Händchen aufs Herze mein;Ach, hörst du, wie's pochet im Kämmerlein?Da hauset ein Zimmermann schlimm und arg,Der zimmert mir einen Totensarg.

Es hämmert und klopfet bei Tag und bei Nacht.Es hat mich schon längst um den Schlaf gebracht.Ach, sputet euch, Meister Zimmermann,

Damit ich balde schlafen kann!