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Buch der Lieder
Seite
21
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Lieder.

Nur einmal auf Lippen und WangenKüssen den seligsten Schmerz!

Nur einmal aus ihren? MundeMöcht' ich hören ein liebendes Wort,Alsdann wollt' ich folgen zur StundeEuch, Geister, zum finsteren Ort.

Die Geister haben's vernommen,Und nicken schauerlich.

Feins Liebchen, nun bin ich gekommen!Feins Liebchen, liebst du mich?

Lieder.

i.

Morgens steh' ich auf und frage:Kommt feins Liebchen heut' ?

Abends fink' ich hin und klage:Ausblieb sie auch heut'.

In der Nacht mit meinem KummerLieg' ich schlaflos, wach;

Träumend, wie im halben Schlummer,Wandle ich bei Tag.

Es treibt mich hin, es treibt mich her!

Noch wenige Stunden, dann soll ich sie schauen,Sie selber, die schönste der schönen Jungfrauen;Du treues Herz, was pochst du so schwer!

Die Stunden sind aber ein faules Volk!Schleppen sich behaglich träge,

Schleichen gähnend ihre Wege;

Tummle dich, du faules Volk!