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5 (1843) Die Taufe
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das Vorlesen nicht verhindern konnten, verließen sie die Kirche,Dennoch wurden Viele durch diese Schrift belehrt und standen vonihrer Schwärmerei ab. - Endlich als Thomas Schuckcr in sei-nem Schwärmerwahn seinen eigenen Bruder ermordete, gingen denMeisten die Augen auf über dem Abgrund, zu welchem solche Ra-serei geführt,

S) Zwingst rieth immer zu einem milden, mehr belehrendenVerfahren gegen die Schwärmer.Ich wollte nicht frei über sieherausfahren, um den Rath nicht über sie zu erbittern, währendsie uns alle erdenklichen Schimpfnamen gaben. - So schmähen sieüber die bessern Menschen, und heißen das christlich." fZwingli anVadian.)

3^ Wie wenig sie überhaupt auf Gottes Wort und auf einevernünftige Auslegung desselben hielten, zeigt der Umstand, daß siedasselbe verbrannten. Ueberhaupt ist es eine charakteristische Er-scheinung der Schwärmer, daß sie ihren Unsinn Gott aufbürdenwollen, und zu dem Ende je die dunkelsten Stellen der heiligenSchrift zu ihren Hauptstellen hervorsuchen und unter diesem Schildeihre Gedankenverwirrung beschirmen,

4) Näfelserfahrt wird die nach Näfels zur Feier des Andenkensan die vom Glarnervolke daselbst 1338 am st, April erkämpfteFrcihcitsschlacht genannt. Es ward vom Glarnervolke verordnet,daß je am ersten Donnerstag im April der vornehmste gesundeMann aus jedem Hause in dem ganzen Lande nach Näfels gehe,die Pfade und Steige, auf welchen an diesem Tage ihre Vor-eltern Roth und Arbeit erlitten, zu Trost und Heil den Seelender Erschlagenen, Gott zu Lob,"

5) Hieronymus <331-420> brachte vorzüglich die Ansicht überdie Bluttause auf. Katechumenen, die als Märtyrer starben, wa-ven getauft durch die Bluttaufe. Auch Kinder, welche im großenHerodianischen Morde geopfert wurden, sollen dieser Taufe thcilhaf-lig geworden sein, weil sie um Christi willen gelitten.

6) Grebcl spricht in seiner Schutzschrift an den Rath vonZürich:Bin gewiß, Meister Ulrich wird diese Taufsmeinung also