W i d m u n g.
Den ehrsamen, weisen Herrn Bürgermeister, Rath undganzer Gemeinde der Stadt St. Gallen
entbietet
Huldreich Zwingt,
Gnade und Frieden von Gott und unserem HerrenJesu Christo.
Ehrsame, wohlgewogenc Herrn und liebe Brüderin Gott! Wohl bedaure ich innig, daß ein solches Un-gewitter über die Blüthe des bei euch aufwachsendenEvangeliums gekommen ist; doch verwundere ich michnicht sehr darob, denn der Feind thut nicht anders;wo Gott je sein Wort offenbaret, da säet auch derBöse den Samen des Unkrauts darunter. Wir findenauch in allen Episteln St. Pauli, daß Etliche, welchewohl Glauben heuchelten, aber ihn nicht im Herzen tru-gen, dem Worte Gottes um äußerlicher Dinge willenvielen Anstoß gaben. Dieses sehen wir gleichfalls inunserer Zeit bei Etlichen, die kurz vor dem Anfange
Zwingli, Tauft V. 1