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5 (1843) Die Taufe
Entstehung
Seite
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anlwortlichkeir gezogen und ersterer ins Gefängniß gelegt, letztererseiner Stelle entsetzt und verbannt. Die Anhänger des letzter,, ga-ben ihm ein Scheidemahl, wobei auch Manz, Blaurock und Anderesich einfanden. Nach schwärmerischen Gesprächen und Borträgenverlangten mehrere der Anwesenden die Taufe der Wiederge-bornen. Manz und Blaurock willfahrten- Nun wälzte sich dasSchwärmcrwesen wie ein Waldbach fort, indem die Raserei immerweiter um sich griff. Manz und Grebel gingen hin und her in denHäusern, den Tisch des Herrn aufzurichten, wiesle es nann-ten. Es wurden nächtliche Zusammenkünfte veranstaltet, und inder Nacht sah man in Zürich Fackeln umhertragen und unruhigeBewegungen auf den Straßen- In den Konventikcl» sprach manvon Gemeinschaft der Güter, Abschaffung der Obrig-keit, des Prcdigtamtes ,c. Nach Art der Schwärmer fingman an, in dunkeln Redensarten zu sprechen, durch scheinfrommcGeberde» und Seufzen ,c. sich auszuzeichnen. Zwingli und Leowurden falsche Lehrer genannt, ja Diebe und Mörder. GanzeScharen solcher Wahnsinnigen sah man durch die Straßen Zürichsin Sack und Asche, mit Stricken umgürtet, ziehen; auf öffentlichenPlätzen riefen sie aus:Wehe über dich, Zürich!" Und so ver-kündigten sie inner vierzig Tagen den Untergang der Stadt. - DerZug nach Waldshut, der Aufstand der Bauern in den verschiedenenBezirken des Kantons Zürich, der in mittelbarer Berührung mitdem deutschen Bauernausruhr stand, vorzüglich die Abschaffung derZehnten und Frohndienste erzielend, offenbarte der Negierung dieFrüchte dieser schwärmerischen Wühlerei. Durch weise und ge-mäßigte Maßregeln gelang es der Regierung von Zürich, die Ruhein ihrem Kanton dießfalls herzustellen. Aber desto eifriger wurdejetzt die Angelegenheit der Wiedertaufe von Seite der Schwärmerverfochten. Der Rath von Zürich verordnete Anfangs Privatunter-redungen entzwischen den Häuptern der Wiedertäufer und den dreiersten Geistlichen von Zürich im Beisein eines Ausschusses von Seitedes Raths. Zwei solcher Unterredungen wurden gehalten. Endlichwurde am 6. November t525 ein öffentliches Gespräch im GroßenMünster vor allem Volke über die in dieser Schrift bezeichnetenArtikel abgehalten. Zwingli blieb in diesem Gespräche Sieger. Der