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5 (1843) Die Taufe
Entstehung
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räischcn Sprache bedeutende Kenntnisse erworben; und va man allgemein das Bedürfniß des Unterrichts darin zu erkennen anfing,glaubte er sich vorzugsweise zum Lehrer derselben berufen- Hätteman ihm bald eine Professur geben können (siehe Anmerkung zumPredigtamr), so würde er wahrscheinlich die Bahn edlerer Thälig-keit eingeschlagen haben. Weil dieses nicht geschehen konnte, stellteer sich mit Grebel an die Spitze der Wühler. Konrad Grebel,Sohn der Rathsherrn Jakob Grebel, der als Greis sein tragi-sches Ende durch das Schwert fand, weil er vierfacher Bestechungvon Seite des Kaisers, des Königs von Frankreich und des Her-zogs Sforza von Mailand überwiesen war. Konrad verschwendeteauf den Universitäten Paris und Wien durch ein ausschweifendesLeben die großen Geldsummen, welche der Vater durch seinen Ven-rath am Vaterlande gewann. Mit zerrütteter Gesundheit und einergroßen Schuldenlast kehrte er nach Hause, den Ruin seiner Fami-lie, zum großen Theil durch seine Verschwendungen herbeigeführt,zu erleben. Mit nicht gemeinen Talenten hatte er in seiner frühenJugend Fleiß und Lernbegierde verbunden, auch Zwingli's und Na-dians Zuneigung und Freundschaft zu gewinnen gewußt. Später,von den Furien seines zerrütteten Geistes und Körpers verfolgt,suchte er sein Heil und seinen Nuhm als Sektcnstifrer. - In derWohnung der Mutrer von Manz hielt man die ersten Versammlun-gen und besprach sich über die Errichtung einer neuen Kirche. Mansuchte Zwingli zunächst für diesen Gedanken zu gewinnen. So mu-theten sie ihm zu, keine Lehrsätze auf die Kanzel zu bringen, alssolche, über die sie vorher unter einander einig geworden.Auchaufzunehmen", setzte Manz hinzu,ist Niemand in unsere Kirche,als wer selbst die Zuversicht hat, daß er ohne Sünde sei/ -Unddu willst zu diesen gehören?" fragte Zwingli. Manz schwieg: abervon da an begannen er und seine Genossen, den Reformator überallzu verleumden und ihm Verlegenheiten zu wecken. - Zum wirkiichcn Ausbruch kam es durch den oben erwähnten Bildersturm inZollikon. Nachdem sie selbst den Taufstein zerschlagen, indem siedie Kindcrtaufe als unchristlich darstellten, weil sich dafür im Evan-gelium kein Beispiel finde, begannen sie den Unfug der Wiedertaufe.Röulli und Brödtlein wurden als Stifter des Aufruhrs zur Ver