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5 (1843) Die Taufe
Entstehung
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Jeder seine Kinder seme eigne» Jrrthümer lebrcn, undsie darauf taufen lassen und weiter nichts. Dieses kannuns Niemand läugncn, zumal zu dieser Zeit, wo dieWiedertäufer eine solche Scheu haben vor Allen, dieihnen widersprechen, und ihren Kindern verbieten, zuden rechten gesetzlichen Evangelisten oder Bischöfen indie Predigt zu gehen. Was würde mit der Zeil dar-aus, wenn noch mehr Trennungen entstehen würden?Die andere gute Folge der Kindertaufe bestehr darin,daß die Kinder von Jugend auf genothigt werden, christ-lich zu leben, und die Aeltcrn, sie christlich zu erziebenGesetzt nun, daß kein Kind bis zum sechszehnten oberachtzehnten Jahre getauft würde soder vielleicht nochlänger nicht; denn wie sie von der Taufe reden, würdres dazu kommen, daß sie Niemand annehmen würde),so würde daraus entspringen, daß, wenn du zu deinemNächsten sprechen würdest: warum erziehst du deineKinder so unchristlich? er antworten möchte: ich weißnicht, ob sie Christen werden wollen oder nicht; und sokönnte auch das Kind reden sund dieses würde gewiß vonder ausgelassenen Jugend geschehen): Was geht michdein Warne» an? Ich kann ein Christ werden odernicht. Hier erheben die Tanfeläugner ein großes Ge-plauder, aber vergebens. Die dritte Folge der Kinder-ianfe besteht darin, daß sie der Nachlässigkeit ibm Leh-ren steuert. Es würde Jeder seine Nachlässigkeir, seineKinder von früher Jugend an zu unterrichten, mit denWorten entschuldigen: Es ist noch früh genug. Eswürden auch gewiß nicht alle Menschen so ernstlich vonfrüher Jugend an Gott kennen und ihn anrufen lernen,