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5 (1843) Die Taufe
Entstehung
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Tempel gerauft werden. Auel' irrten Etliche im Betreffder Weise, indem sie meinten, die Taufe könne nur mitgesegnetem und geöletem Wasser vollzogen werden. DieseNebcnumstände sind sämmtlich unwesentlich bei der Taufe;doch soll mau dabei die Uebungen beobachten, daß Friedund Versöhnung in der christlichen Gemeinde gepflegtwerde. In der Zeit soll Niemand so lange verziehen,daß er dadurch Jemandem Ursache zum Argwohn gebe,er wolle sein Kind nicht taufen; wie oben genugsam ge-zeigt worden ist, daß die äußerlichen Dinge uns dienensollen; wir aber sollen nicht an sie gebunden sein jPhil.tll. 3). Durch den Pfarrer und in der Kirche soll man,sofern es ohne Gefahr oder Nachtheil für das Kind ge-schehen kann, deßwegen es taufen lassen, damit eineEinheit in der Form beobachtet werde, und jedes Kindder Gemeinde offenbar werde. Dieses erfordert dieLiebe, damit nicht Acrgeres, namentlich die Weigerungder Kindertaufe, daraus erwachse. Im Betreff desWassers soll man sich eines guten, frischen und unge-trübten Wassers bedienen; denn Johannes taufte imJordan; so braucht man den Bischöfen nicht so viel umihre Salbe zu bezahlen.

Es folgt aber viel Gutes aus der Kindertaufe,woran wir wohl die göttliche Weisheit zu erkennen ver-mögen, warum er uns die äußerlichen Zeichen verliehenkabe. Das Erste ist, daß wir dadurch Alle in christli-cher Lehre erzogen werden. Dieses rede ich aber deß-wegen, damit jeder Pfarrer billig zu gewissen Zeitendie Jugend versammele, und sie getreulich den Glaubenund den Grund unseres Heiles lehren soll. Sonst würde