folgt dann, daß, wie die Beschneidung den Kindern er-cheilt wurde, also werde auch die Taufe den Kindernder Gläubigen verliehen. Hier springen die Taufeläug-ner wieder hervor: So muß man nur die Knäbleinund erst am achten Tage taufe». Ich antworte dar-auf: O ihr armen Juden, siehe, wie ihr an den Ele-menten, das ist, an den äußerlichen Dingen dieser Welthanget, wie Paulus Gal. IV. 9 davon redet. Wissetihr nicht, daß er uns Eoll. II. ZV warnet, wir sollenuns nicht täuschen lasse» durch die Anfangsgrunde derWelt? Also entfernet hier alle Nebenumstände der Zeit,Person, Stätte und Weise, so habet ihr die Taufe frei.Im Bezug auf die Zeit ist es nicht nothwendig, daß sieam achten Tage ertheilt werde. Deßhalb haben dieje-nigen sehr geirrt, welche gewähnt haben, sie müsseneigene Pfarrer dazu haben, weil die Kinder etwa nichtzu dem Priester gebracht werden können. Dabei kamendrei Jrrthümer in den äußeren Umständen vor, das ist,in den Anfangsgründen dieser Welt. Der erste Jrr-thum beruhte in den, Nebenumstände wegen der Zeit,indem sie meinten, es müßte gerade am ersten Tagesein; nun liegt aber gar wenig an der Zeit: nur inso-fern lag Etwas daran, daß Niemand ohne Ursache all-zu lange zögern sollte, indem dadurch ein Anfang ge-macht würde, die Kindertaufe abzuthun. So ward auchgeirrt im Betreff der Person, indem man glaubte, nurder Priester allein sollte taufen; da man doch weiß,daß ein jeder Mensch taufen kann, auch die Hebammeund Vorgängerin. Zum Dritten irrte man im Betreffdes Ortes, indem man wähnte, ein Kind dürfe nur im
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