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5 (1843) Die Taufe
Entstehung
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Dieses wird Alles hernach durch Kundschafren bewiesen.Beispiel: Der junge Wolf weiß, so lange er blind ist,nichts vom Zerreißen der Schafe, und dennoch ist dieseArt in ihm; sobald er aber heranwachst, fangt er dannan, seine Art und Natur zu zeigen. Also ist der Menschbei aller Begierde und Anfechtungen unschuldig, so langeer nicht weiß, was Begierde ist; dennoch steckt die Artin ihm; diese kann er eben so wenig aus eigner Kraftablegen, als der Wolf. Wenn man aber den Wolf vonJugend durch Streicheln und Liebkosen zähmt, so ver-birgt er die Art; aber er verliert ste nicht, sondern woer ein Schaf oder eine Gans sieht, weiser er die Zähne,ob er gleich keinen Schaden thut. Also vermag unsGott auch zu ändern, die böse Art in uns zu zähmen,nicht aber wir uns selbst; und wenn uns Gott gleichin Glaube und Liebe zu sich bringt, so weisen wir den-noch oft die Zähne, wenn wir die Dinge der Welt,welche unsere Begierde erregen, ansehen. Wenn wiraber sodann der Begierde fröhnen, wenn wir auch wis-sen, daß es sich nicht zieme vor dem Gesetze, so wirddas Gebrechen eine Sünde; nur so kommt die Sündeaus der bösen und schlechten Art, indem man sie nichtmeistert. Die Theologen aber nennen das Gebrechen eineErbsünde, indem sie nicht recht den heiligen Paulus ver-stehen. Röm. IV. 15 :Wo kein Gesetz, ist auch keine Uebertretnug." Siehe, wie stark diese zwei Kundschaf-ten sind, ja so stark, daß sie alle Erdichtungen derTheologen über die Erbsünde stürzen; denn die Erb-sünde vermag uns nicht zu verdammen, sondern wennwir das Gesetz vor uns sehen und sodann aus Antrieb