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5 (1843) Die Taufe
Entstehung
Seite
119
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sei, sondern derer, die da sind wie die Kinder, Hier-auf antworte ich: Das Wort, welches folgt, machteure Sache aber schlecht; denn Christus spricht da:Mahrlich, ich sage euch, wer das Reich Gottes nichtaufnimmt wie ein Kind, der kommt nicht hinein/' Müs-sen wir nun erst werden wie die Kinder, oder wir sinddes Reiches Gottes nicht würdig; wie viel mehr gehörtdas Reich Gottes den Kindern, denen wir erst gleichwerden müssen. Hier winden und krümmen sie sich undsprechen: Christus rede hier allein von der Gleichheitin der Unschuld, daß wir ihnen in Bezug auf Unschuldgleich werden sollen. Darauf antworte ich: Eben daswollte ich, was allen Fabeln der Päpstler von derErbsünde, an der wohl Etwas ist, aber nicht wie siedavon reden, wie hier vernommen wird, den Halsbricht. Sollen wir ihnen in Bezug auf Unschuld gleichwerden, wenn wir das Reich Gottes erlangen wollen;so muß ihre Unschuld also sein, daß sie das Reich Got-tes erben. Christus spricht wiederum Matth XVIII3: Wahrlich, sage ich euch, es sei denn, daß ihr euchbekehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nichtins Himmelreich kommen." Demnach muß kurz und gutder Fall sein, daß die Kinder keine Flecken noch Makelnan sich haben; denn wenn dem nicht also wäre, sokönnten wir wohl nicht auf sie, als auf unsere Vor-bilder gewiesen werden. Sonst müßte man behaupten,die Erbsünde könne nicht das Reich Gottes verschlie-ßen; das reden aber die Päpstlcr nicht, denn was wäredann die Erbsünde, von der sie reden? Von dieser wer-den wir reden, sobald wir diesen Grund Christi erdauert