Druckschrift 
5 (1843) Die Taufe
Entstehung
Seite
112
Einzelbild herunterladen
 

112

den Kindern: und wenn sie gleich nur ein Zeichen desvorangegangenen Glanbens wäre, wie sie reden, welchesaber nicht der Fall ich Paulus will nämlich an dieserStelle nichts anderes anzeigen, als Gott habe zu Abra-bam solche Freundschaft gehabt, daß er mit ihm einenBund geschlossen und ihm ein Zeichen gegeben zum From-men seines Geschlechtes, damit seine Nachfolger auch indem Glauben nachfolgen, den er gehabt habe; so wer-den auch sie nicht weniger von Gott geliebt werden alsAbrabam, wie solches offenbar Gen. XVII. 7 und da-vor XV. K geschrieben steht. Und so ist die Bcschnei-dnng ein Pflichtzeichc» gewesen, daß Abrahams Glaubefort und fort seinem Samen verkündigt werde und belihm bleiben solle. Das wird noch deutlicher aus denWorten, die bald darnach folgen, wo Gott also sprichtGen. XVII. 13, 14: »Und so soll mein Bund an..eurem Fleische sein, als ein ewiger Bund. Und ein..nnbeschnittenes Männlcin, das nicht beschnitten wor-..den am Fleische seiner Vorhaut, es werde ausgerottet..selbige Seele aus ihrem Volke; meinen Bund hat siegebrochen." Wie? konnte die Beschneidnng auch leben-dig machen oder tobten? Vom Lebendigmachen findenivir nichts; aber vom Tobten oder Ausgetilgtwcrdcnsteht hier wohl, wie gehört worden. So fing der Ver-trag oder Bund dennoch mit dem äußerlichen Zeichenan, welches Gott so ernstlich gebot, weil er wohl wußte,was darnach folgen würde, wenn man es versäumte.Und das ist eine unwidersprechliche Ursache, dawiderauch die Taufeläugncr nichts vermögen: denn was Gottgereder und geheißen hat, das bezweckt immer Gutes,