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5 (1843) Die Taufe
Entstehung
Seite
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wenn wir gleich die Ursache davon nicht durchschauten;doch sehen wir wohl aus dem Fleiße, mit welchem Gottdas Gebot einschärft, daß Gott dadurch dafür sorgenwollte, daß die Kinder schon von der Wiege her zudem Gotte allein geführt werden, dem Abraham an-King, und auf den das Kind durch das äußerliche Zei-chen verpflichtet war, damit seine Eltern nicht träg ausHinläsflgkeit, auch nicht aus Unglauben saumselig wären,und das Kind so etwa durch gottlose Leute, ehe esrecht belehrt wäre, zu falscher Abgötterei verführt würde.Er wollte es von Geburt an sich zuziehen. Aus demUrsprünge der Beschncidnng sehen wir klar, daß dieKindertanfe eben dahin zielt, wohin auch die Beschnei-dung zielte, nämlich daß die, welche an den wahrenGott glauben, auch ihre Kinder zur Erkenntniß dessel-ben und zur Ergebenheit an diesen Gott erziehen sollen.So kann in der Taufe nicht weniger das verpflichtendeZeichen vorangehen und die Lehre darnach folgen, alsim alten Testamente die Beschncidung vor dem Glaubengegeben wurde; davon soll später stärker folgen.

Von dem Ursprünge der Kindcrtaufe kann weder ich,noch ein Anderer anders sagen, aus keinem bestimmtenAusspruche der Schrift, als daß es die einige wahreTaufe Ehristi sei; gleichwie auch viele andere Dinge,die nicht mit besondern Worten bezeichnet sind, unddennoch nicht wider, sondern mit Gott geübt werden,so verhält es sich auch mit der Kindertaufe. -So lassenwir auch die Weiber zum Nachtmahle und zur Dank-sagung gehen, und doch lesen wir nicht, daß Weiberbeim Nachtmahle Christi gewesen seien. Laß dich nicht