predigte nur den kommenden Christum, die Apostelund wir predigen den jetzt getödteten Heiland. Denner hat eben so geprcdigct, wie Christus sich selbst undauch seine Jünger ihn verkündigten.
Wenn wir aber auch nirgends keine klaren Beweis-stellen hätten, so wäre die Taufe Christi, durch die er vonJobannes getauft wurde, stark genug, darznthnn, daßdie Taufe Christi auch die Taufe Johannis sei; da Chri-stus allein von Johannes getauft worden ist und durchkeine andere Taufe mehr. Nun ist es gewiß, daß Chri-stus uns zu einem Beispiele getauft worden ist. Hiermögen auch im Vorbeigehen diejenigen merken, welchesprechen: „Man unterlasse die Kindcrtaufe, wenn siesonst Gottes sind" swie hernach kommen wird), daßChristus, der wahre Sohn Gottes, die Taufe um un-sertwillen angenommen hat, um uns ein Beispiel derEinigkeit zugeben, damit wir Alle unter ein .Zeichenbereintreten. Darum soll man nicht sprechen: die Kin-der bedürfen der Taufe nicht; denn Christus bedurfteihrer auch nicht. Ich kehre wieder zu meinem Satzezurück: Ist Christus uns zu einem Beispiele getauft?Ja. So frage ich: In welcher Taufe? wenn ihr seineTaufe und die Taufe Johannis zerschneidet. Hat eruns durch seine Taufe ein Beispiel geben wollen, wa-rum ist er denn nicht in seiner Taufe getauft worden?Wenn er aber in der Taufe Johannis getauft wordenist, so müssen auch wir in der Taufe Johannis getauftwerden. Kurz antworte ich denen, wenn Christus undauch die Apostel in Johannis Taufe jdie Taufe waraber nicht sein, sondern Christi, wenn auch die Unwis-