frommer Christ, was der Vater thul, das thut auchder Sohn und der heilige Geist, Joh. V. 19; dennochhat Christus auch nach der menschlichen Natnr ein Bei-spiel des Lehrens dargestellt, damit die Junger destoweniger darob verzagen, wenn sie sehen, daß man ihnennicht glaubte, da es ihm selbst auch so geschehen war,Job. XV. 20. Nun wollen wir untersuchen, ob diePredigt Johannis der Predigt Christi und der Apostelgleichförmig gewesen sei oder nicht. Marc. I. 14, ISbeschreibt gar genau den Beginn der Predigt Christi:»Nachdem aber Johannes überliefert war, kam Jesus»nach Galiläa und verkündigte das Evangelium vom»Reiche Gottes, indem er sagte: Die Zeit ist da und»das Reich Gottes nahe, thut Buße und glaubet an»das Evangelium!" Siehe, dieses hat Johannes, derEvangelist, auch angezeigt, Joh. III. 22: »Darnach»ist Jesus in das jüdische Land gekommen zc., und hat»getauft." Da will der Evangelist sagen, daß er dieLehre geführt habe und die Taufe, wie oben ist ange-zeigt , und Paulus bestimmt ausgedrückt hat; denn erlehrte im galiläischcn und im jüdischen Lande einerleiLehre. Jetzt wollen wir dagegen auch die Lehre desJohannes vernehmen. Matthäus III. 1 ff. beschreibtseine Lehre also: »In diesen Tagen trat Johannes der» Täufer auf und verkündigte in der Wüste des jüdi-schen Landes, und sagte: Thut Buße, denn das Him-»melreich ist nahe!" Hier merke, daß das Evangeliumzwei Theile hat; der eine besteht in der Reue und inder Besserung des vorigen Lebens, der andere im Ver-trauen zu Gott durch den Herrn Jesum Christum. So
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