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sehet ihr, ob die Taufen mir einander laufen müssen.Gott zieht inwendig, wen er will, wenn wir gleich aus-wendig lehren und taufen.
Nun ist es an dem, daß wir beweisen, die LehreJohannis sei eben auch die Lehre der Apostel gewesen,d. i. er habe auch das Evangelium geprediget. Undwenn dem also ist, so ist dann dargethan, daß auchdie Wasscrtanfe ein und dieselbe gewesen sei, und essei kein Unterschied zwischen der Taufe Christi und derseinigcn. Denn, wenn gleich auch Christus selbst dieWassertaufc ertheilt hätte, so wäre dennoch sein äuße-res Lehren kdem Wesen nach) und sein äußeres Taufennichts Anderes gewesen, als auch der Jünger und desJohannis Taufe. Und wenn die Jünger gleich in sei-nem Namen, d. i. für ihn, getaust haben, so ist den-noch seine Taufe, so viel sie die Lehre und die Wasser-taufc betrifft, nichts Anderes als die Taufe des Johan-nes und der Jünger. Ich meine hier dem Wesen oderdem Inhalte nach, sonst weiß man wohl, daß seineLehre gewaltiger, schöner und stärker war, als die ei-nes anderen Menschen, Matth. VII 29. Es beweistdieses der Unglaube derer, welche ihn gehört hattenund dennoch nicht glaubten, wie er selbst an vielenStellen sich beklagt. Warum glaubten sie nicht? Da-rum, weil Gott sie nicht inwendig zog, denn er wolltesie verwerfen, Matth. XIII. 14., Jesaj. VI. 9. Sowar nun die äußerliche Taust Christi dem Wesen nacheinerlei mit der Taufe des Johannes und der Jünger,denn sie bewirkte inwendig auch nichts ohne das innereZiehen des Vaters. Laß dich jetzt nicht irre führen,