69
und da er dazu der Erste gewesen ist, der den HerrnJesnm Christum mit dem Finger gezeigt hat, als dieZeit seiner Offenbarung gekommen war, wie Joh. l29 ff. geschrieben steht: „ Am folgenden Tage sieht Jo-hannes Jesnm zu sich kommen und spricht: Siehe,,,das ist das Lamm Gottes, das da hinnimmt die Sündeder Welt. Das ist der, von dem ich euch gesagt habe:„Es kommt einer nach mir, der aber vor mir gewesen„ist, denn er ist größer als ich; aber ich kannte ihn„nicht: aber daß er Israel offenbar würde, darum kam„ich , mit Wasser zu taufen. " Hier hören wir deutlich,daß Jobanncs gekommen ist, Christum zu offenbarendem israelitischen Volke; dcßhalb war er nicht ein Schat-temnacher, sondern ein Offenbarer des Heilandes allerWelt, wie diese Worte anzeigen. Aber die Päpstler undTanfeläugncr sprechen hier: Johannes nenne seine Taufeselbst eine Wassertaufe: Nun sei die Tanfe Christi nichtnur eine Wassertanfe, darum können die Taufen Christiund Johannis nicht einerlei sein. Antwort: Wenn ihrdie Ohren recht aufthätet, so hättet ihr längst dieAntwort daraus vernommen. Hat Johannes nur mitWasser getauft? Nein. So höret ihr wohl, daß erhier unter diesem Ausspruche „ mit Wasser taufen " nichtallein das Angießen des Wassers versteht, sondern seinLehren; denn durch sein Taufen mit Wasser konnte ernicht lehren, Christum erkennen. Darum versteht erhier unter der Wassertanfe vorzüglich die Lehre; diesehabe er geführt, daß man Christum erkennen lerne undauf ihn hoffe. Wenn aber jene Menge der Tanfeläug-ncr und Päpstler sprechen: Es kann nicht sein, daß sieeinerlei Taufe seien, denn Christus taufte mit dem hei-