. 4- ' '-!' .l'
I
. - - -' ' '
- / . -V '< ^>' > . "
V-!,.
^
-X- i '
KN-^
62
ner von selbst so hervor. Es zeugt nicht von einemstarken Gemüthe, wenn einer ohne Berücksichtigung derSchwachen gleich hervorspringt, sondern von einem un-geduldigen , wenn man nicht auf die schwachen Schäflei»warten will, bis sie auch nachkommen können. Ichrede fort und fort von den Gemeinden, denen das WortGottes gepredigct wird, und auch nur von den äußer-lichen Dingen. Sonst ziemt es einem jeden Christennach dem inneren Menschen, so bald ihm Gott dieGnade verleiht, Christo nachzufolgen. Hier pochen sie.Ziemt es aber nicht, nach dem Gottcswort zu leben?Ja, lebe darnach, so wirst du in diesen Dingen nichtsbeginnen, was Zerrüttung bringt; denn er lehrt dich,daß du vor allen Dingen keinen Anstoß deinem Bruderin den Weg legest, Rom. XIV. 13, in äußerlichenSachen, die frei sind. Wie viel weniger soll man aberAnstoß geben in den äußerlichen Dingen, die im WorteGottes keine Erlaubniß haben, wie die Wiedertaufe?Denn Paulus redet an selbem Orte vom Unterschiededer Speisen, die aber nach deutlichem Gotteswortcfrei sind; was aber keinen Bezug auf die Wiedertaufchat, denn die Wiedertaufe ist eine Ceremonie und ei»Pflichrzcichen, was die Speisen nicht sind. Da sie abersprechen i Man muß dennoch zuweilen einen Gebrauchaufheben und einen andern dafür einsetzen; nun kommedieses aber nicht der Gewalt zu, — so antworten wir:So solltet ihr es gethan haben, ihr hättet zuerst dieWiedertaufe, wenn sie gleich zu den wichtigsten Ge-bräuchen gehört, den Kirchgemeinden freundlich vorlegen,und sie darüber reiflich die Schrift befragen lassen, und