Druckschrift 
5 (1843) Die Taufe
Entstehung
Seite
58
Einzelbild herunterladen
 

) ^ "^'>... V- ^ " '

gKP^^ - ^

58

haben, das Wasser vermöge auch etwas zur Reinigungund Seligmachung des Menschen. Sie haben in dieserWeise irren müssen, und so haben sie der Kindertaufcfälschlich die Bedeutung der Reinigung der Sünde zu-geschrieben, und diese Kraft der Wasscrtanfc beigelegt.Es findet sich nun aber, daß die Wasscrtanfc nichtsvermag zur Reinigung der Seele. So kann sie nichtsAnderes sein, als ein äußeres Zeichen, daß der Menschin den Herrn Jesnm Christum eingeführt, eingcpflanzetund verpflichtet sei, daß er ihm leben und nachfolgenwolle. Und wie in Christo weder Beschneidnng, nochVorhaut gilt, sondern daß wir ein neues Geschöpf seien,ein neues Leben führen, Gal. VI. 15, 10, so macht auchnicht die Taufe selig, sondern daß wir erneuert seienzu einem Geschöpfe. Deßwegen ist der Kampf in Be-treff der Kindertaufe gut gewesen, indem man aus dem-selben gelernt hat, daß die Wassertaufe weder seligmache, noch unsere Sünde reinige. Aber die Taufe-längner kann ich nicht anders verstehen, als daß sieauch der Wassertaufe viel zu große Bedeutung zuschrei-ben, und so sind sie eben so verkehrt daran, als diePäpstlcr; denn das ist kurz und gewiß fund wenn gleichdie ganze Welt gegen mich streiten würde), daß keinäußerliches Element oder keine äußerliche Handlung dieSeele zu reinigen vermöge. Und darum gab auch My-conins?), als Einige von ihnen im Gespräche öffentlichausgaben, sie hätten wahrhaft empfunden, daß ihneneine große Erleichterung in der Taufe geworden sei,die rechte Antwort: Empfandet ihr nicht vorher großeAngst auf die Taufe hin? Da sprach Einer - Ja fdenn

.'' ^,

' ' . ' ''