sie geben vor, es solle sich Keiner taufen lassen, erwisse denn an sich selbst, daß er ohne Sünde zn seinvermöge). Da sprach Myconins: Darum ist die Er-leichterung, welche du in der Taufe empfunden hast,nichts anders gewesen, als ein Verlassen der Angst, die dudir selbst gemacht hattest. Und so sprechet ihr, es habe cnchGott von Neuem etwas gethan; und es ist aber nichts An-deres, als gleich wie uns früher in der Beichte geschab.Da hatten wir große Angst und Noth, bevor wir gebeich-tet; und sobald wir gebeichtet, sprachen wir: Gott seigelobt! mir ist eine besondere Freude und Erguicknnggeworden. Diese bestand aber nur in der Entladungvon der Beichtangst. Da hätte Einer anch reden kön-nen , er hätte wegen der Beichte oder wegen der Pfaf-fcnabsolution eine Neuerung in sich selbst empfunden,als die Beichte ihm wieder einmal abgenommen wordensei; und doch war es nichts anderes, als eine Entle-digung der Beichtangst; das sah man daran, daß wirin unserem Lebenswandel ungcändert blieben. Also istauch die Angst groß bei denen, die sich wiederum tau-fen lassen. Das kommt daher, weil die Wiedertaufcnicht im göttlichen Worte begründet ist. Darum wider-strebt derselben daS Gewissen, ist erschrocken und furcht-sam; wenn aber der Act vorüber ist, so haben wir'sgewagt und den Hals hingestreckt, und wollten, daßalle Menschen thäten wie wir, damit wir des innernVorwurfes los würden. Ja, sprechen sie, ich bin vor-mals ein Sünder gewesen, jetzt bin ich's nicht mehr.Antwort : Als die Mönche einmal so sprachen, da rede-ten wir, und zwar mit Recht, daß dieses die größte
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