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5 (1843) Die Taufe
Entstehung
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boren ist, das ist Geist." Aus diesen Worten hättensie gleichgesehen, daß leibliches Wasser nichts als Leib-liches gebären kann. Und dcßwcgen vermag das Was-ser nicht die Seele zu reinigen. Wenn sie aber demnachsprechen : Es ist wahr, das leibliche Wasser thut nichts,aber die Worte und das Wasser mit einander; wie Au-gustinus spricht: Das Wort wird zum Elemente gctban,und dann so ist es ein Sacramcnt sich will hier nichtden Augustinus tadeln, sondern die ihn mißverstehen);so ist doch die Kraft eines mündlichen oder leiblichenWortes nicht größer als die Kraft des leiblichen Was-sers; denn es vermag Niemand die Sünden hinwegzu-nehmcn, als Gott. Und wenn auch, wie sie sagen, dasElement und Wort das Sacramcnt bildeten, so vermagdennoch auch kein Sacramcnt die Seele zu reinigen;denn es ist nur ein äußerlich Ding. Das auswendiggesprochene Wort macht die Seele nicht selig, sonderndas inwendig verstandene und geglaubte. Von diesemWasser redet Christus hier; das wollen wir jetzt bewei-sen. Joh. VII. 37, 38 spricht Christus also:SoJemand dürstet, der komme zu mir und trinke! Weran mich glaubet, ans dessen Leibe werden, wie dieSchrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen."Hier verstehen wir deutlich, daß Christus von dem Was-ser redet, welches unsere Seele erquickt; dieses kannaber kein anderes sein, als er selbst, denn er ist dereinzige Trost und Gemahl der Seele. Und so ist diesesder Sinn jener Worte: Wer nicht ein neuer Menschwird in dem, daß er mich kennen lernt und an mich glaubt, welches aber allein durch den beiligen Geist gc-