dic eS nicht hat, weg, und ohne das Wasser werde esverdammt; was Alles irrthümlich ist, wie hernach dar-gethan werden soll.
Also vermag dic Wassertaufe nicht, die Sunde abzu-waschen. Das zeigt auch der heilige Petrus, 1. Pct, IN,20, 2t. an.- „In welcher Arche sich wenige, das heißtacht Seelen, retteten durch das Wasser, welches auch„uns jetzt, als Gegcnbild rettet, als Taufe; nicht die„ Ablegung körperlicher Unrcinigkeit, sondern die Nach-„frage eines guten Gewissens an Gott." Hier hörenwir deutlich, daß Petrus bestimmt behauptet, daß dicTaufe, sofern sie das Fleisch reinige sd. i. allein dieWassertaufe 1, dic Sunde nicht hinnehme, sondern insofern der Mensch sich selbst zurecht finde in seinemGewissen gegen Gott. Es kann schlechterdings keinleibliches Ding die Gewissen reinigen, wie oben ausdem Briefe an die Hebräer klar bewiesen worden ist.Es wurden auch hierin Etliche der uralten Lehrer ver-führt, indem sie das Wort Christi, welches er zu Nico-demus spricht, Joh. III. 5, nicht verstanden haben;dieses lautet nämlich: „ Wahrlich, wahrlich sage ich„dir: Es sei denn, daß Jemand geboren werde auS„Wasser und Geist, sonst kann er nicht in das Himmel-„reich kommen." Die Lehrer verstanden hier unte.r demWasser, das leibliche Wasser, und haben demnach dem-selben vielmehr zugeschrieben, als sie sollten. Darausfolgte also, daß sie lehrten, das Wasser vermögezu reinigen; sie haben aber nicht erwogen, daß gleichdaselbst, Joh. III. 6, folgt: „Was aus dem Fleische„geboren ist, das ist Fleisch; was ans dem Geiste ge-