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nur gesehen habet. Ich muß euch jedoch an der Naseetwas besser darüber herziehen. Wer widerspricht, daßPaulus hier nicht seine Rede auf den Tod des altenMenschen und ans ein neues Leben beziehe? Niemand.Aber auch so benutzt er, um sich deutlicher zu machen,die Wasscrtaufe als ein Glcicbniß und Beispiel, wiewenn er reden würde: Wie konntet ihr weiter in derSünde leben, wenn ihr vormals todt darin gewesenseid? Ihr solltet doch ans der äußerlichen Taufe er-lernen können, daß ihr nicht im alten Leben verbleibenkönnet. Denn, wie ihr in die äußere Taufe gctauchkworden seid, habt ihr zu verstehen gegeben, daß ihrin den Tod Christi getaucht worden seid, d. i. daß ihr,gleich wie Christus gestorben ist, auch dem alten Men-schen absterbet. Und wie ihr wiederum hervorgetauchtseid, bedeutet ihr dadurch die Auferstehung Christi, daßihr zu einem neuen Leben erwacht und darinnen lebenwollet. So stellt Paulus, wie er vom Absterben desalten Menschen und vom neuen Leben in Christo lehrt,dieses am allcrdeutlichstcn in dem Beispiele und Gleich-nisse der Wassertaufe dar. Darum muß es sich mitder äußerlichen Taufe also verhalten, oder es könntenicht angehen, daß man darauf etwas begründe. Da-rum muß die Taufe ein Pflichtzeichen sein, welches unszu einem neuen Leben verpflichtet, uns in Christum hin-einführt. Sehet nun aber hier erstlich, daß Paulusdurch das Zeichen der Taufe allein freundlich mahnetzu einem christlichen Leben und nicht dazu zwingt, wieihr es mit eurer Verbindung der äußerlichen und inne-ren Taufe thut. Ich rede nicht vom Zwange des Ban-
Zwingli, Talpe. V. 3