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5 (1843) Die Taufe
Entstehung
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faltigen, wie Deut. IV. 2 und XII. 32 geschriebensteht:Ihr sollt nichts dazu thnn, das ich euch gebiete."Nun hat Gott nicht geredet, daß man die Kinder tau-fen solle. So solle man auch nicht die Kinder taufen.Siehe darauf gibt man ihnen zwei Antworten, die sienicht widerlegen können, und dennoch streiten sie. Siehe,dahin fuhrt die Streitsucht, daß man eher das Lebenverlieren will, als weichen und sich bessern. Die ersteAntwort lautet: Steht auch irgendwo, man solle nie-mals ein Kind taufen? Nein. Demnach thnn sie zumWorte hinzu, nicht wir; denn sie sind die Urheber, dieda sprechen, man solle sie nicht taufen; so sollen auchsie anzeigen, wo das geschrieben stehe, daß man dieKinder nicht taufen solle, oder sonst thnn sie zum Worrehinzu. Denn wir thnn Nichts dazu; wir begreife» un-ter den Völkern und Menschen auch die Kinder. Da sieaber dann Matth. XXVIII. 19 entgegen werfen:Leh-ret und taufet sie", so wird nachher folgen, daß siedem Worte Gewalt anthun: denn es wird nicht daselbstdie Taufe eingesetzt. Die andere Antwort ist: Es hilftnicht zu sprechen in den Dingen, die verboten sein sol-len: Thne mir Nichts zu meinem Worte: sondern wasSunde sein soll, das muß als solche durch ein verbie-tendes Gesetz angezeigt werden; dennwo kein Gesetzist, da ist auch keine Ucbertretnng", Röm. IV. 13.Ist nun die Kindertaufe nicht durch ein Gesetz verbo-ten, so ist sie auch nicht Sünde. Sollte man diesenJrrtbnm durchgehen lassen, daß ein im Worte Gottesbegründetes Ding, das aber von den Zänkern nichtals solckes verstanden wird, indem sie sprechen, es sei