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5 (1843) Die Taufe
Entstehung
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nicht darin begründet, und sollten sie auf ihre eigeneRede hin anfangen können, was sie wollen, und schnellalle Lande durchrennen, und wenn sie an einem Orteals falsche Lehrer dargestellt und mit der Wahrheit über-wunden worden sind, gleich nach einem Orte hinlaufen,und Unruhe erregen, sollte solches Wesen recht sein,so müßte ich gestehen, daß ich nicht wüßte, was Chri-stus sei. Jetzt vernehme ich znverläßig, wie Etlichevon ihnen ans dem alten Testamente seltsame Deutun-gen den Einfältigen vorgeben, was mich wunder nimmt,wie sie nur Dieses vornehmen dürfen. Da sie mir nichtdie Bedeutung der Beschneidung zulassen wollten, wo-für ich ein klares Wort hatte, daß nämlich die Beschnei-dung im alten Testamente gerade das gewesen sei, wasdie Taufe im neuen ist. Aber daran liegt Nichts; wirwerden uns durch die jüdischen Fabeln (Tit. 1. 14.)nicht irre leiten lassen; denn wir sind wohl berichtet,daß ein jeder Festgläubige nicht weniger als Abrahamsein Kind Gott verpflichten will, und darauf die höchsteSorge verwendet; darum werden auch die Kinder mitTaufpathen von den Eltern versehen, daß sie, wenndiese stürben, nicht in untreue Hände oder an falscheLehrer verfallen und von Gott abgewendet werden; unddoch ist die Bewahrung Gottes Sache, welche auch ausInbrunst des Glanbens der Eltern den Kindern zu Theilwird. Darum, fromme und weise Herrn und Brüder,wie ihr bisher in weltlicher Weisheit weit berühmt ge-wesen seid, sowie auch durch mancherlei Betriebsamkeit,also sehet zu dieser Zeit, da uns der Teufel also anficht,daß, wo das Schwert nicht hinkommen mag, er es mit