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Im vierten Geschosse ist die Kunst- und Naturalienkammernebst dem Münzen- und Antikenkabinet.
Diese Kunstkammcr besteht eigentlich aus einer Kunst -und Naturalicnkammcr und aus einem Münzen- und An-tikcnkabinct. Schon unter dem großen Kurfürsten ist derAnfang zu dieser Sammlung von Natur- und Kunstscltcn-heiten gemacht worden. Im I. 1798 wurde sie der Auf-sicht der Akademie der Wissenschaften anvertrauet und aufihren Antrag bedeutend vermehrt. Im I. 1802 kaufte derKönig das berühmte Blochsche Fisch- und Naturalienkabi-net, und im I. 1805 die Vorstellung eines großen Thcilsder Schweiz in erhabener Arbeit vou Eugen Müller, 8 Fußlang und 7 Fuß breit. Es wurde in der nämlichen Kam-mer mit dem topographischen Relief des Ricsengcbirges mitder Schneekoppe, aus Holz von Kahl in Stcinfeiffen, ge-nau nach der Natur geschnitten, 6 Fuß lang und 2 Fuß breit,aufgestellt. Zu den außereuropäischen Seltenheiten, aus China,Japan, Amerika und Otaheiti an Kleidungsstücken, Ge-schirren, Waffen, kamen die Figuren, amerikanische Natio-nen vorstellend, welche Alexander von Humboldt von seinenReisen in den I. 1800 bis 1805 hierher geschickt hatte,und mehrere noch späterhin acquirirte ethnographische Ge-genstände. Unter den Kunstsachen befinden sich Arbeitenaus Elfenbein, Bernstein, Gold, Silber und Edelsteinen,Wachsfiguren in Lebensgröße, des großen Kurfürsten, desKönigs Friedrichs 1-, der jung verstorbenen Kinder Frie-drichs I. und Friedrich Wilhelms I., die Larve FriedrichsII. nach seinem Tode, die Statue des großen Kurfürstenzu Pferde als Bellerophon, aus Eisen geschnitten von Ley-gebe, und der pommersche Kunstschrank, ein Meisterstückseiner Art, welches um das I. 1606 von 26 AugsburgerKünstlern für einen pommerschen Herzog verfertigt wordenwar, und mehrere Kunststücke und alles was man damalszu einer vollkommenen Haushaltung brauchte, enthält. AlsNational - Antiquitäten sieht man in dieser KunsikammerAschenkrüge der Wenden in Norddeutschland ausgegraben,