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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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das Publikum auf dem berlinischen Rathhause, spielte i).Bei dem am 25. Februar 1713 erfolgten Tode Friedrichs 1.wird die Bevölkerung von Berlin zu 50000 Seelen berechnet.

II. Periode des dritten Abschnitts oder der neuenZeit. Berlin unter der Regierung des Königs Frie-drich Wilhelm I. (17131740) und Friedrichs II.(1740 1780).

Als Friedrich Wilhelm 17 den väterlichen Thronbestieg, waren die Finanzen durch den übertriebenen Auf-wand der vorigen Regierung zerrüttet, durch seine eifrigeund ununterbrochene Bemühungen belebte ein neuer Geistder Ordnung und Sparsamkeit die ganze Staatsmaschine,und an die Stelle eines bequemen und genußreichen Lebenstrat bei den Bewohnern der Hauptstadt, eine ernste undeinförmige Einfachheit, wozu der König selbst das Beispielgab. Wir würden indcß diesen Fürsten ganz falsch bcur-thcilen, wenn der grelle Widerspruch, in welchem dieFreigebigkeit Friedrichs I . mit der Sparsamkeit seines Nach-folgers sieht, uns verleitete, wie es oft gcschichct, den letz-tem des schmutzigen Geizes zu beschuldigen. Wir könnennur seine vom Professor Willen trefflich bearbeitete Lebens-beschreibung 2) lesen, um uns zu überzeugen, daß FriedrichWilhelm I. mit allen seinen Eigcnthümlichkeiten und Feh-lern, zu den auffallendsten und größten Erscheinungen inder politischen Weltgeschichte seiner Zeit gerechnet werdenmuß. Durch die Einrichtung eines trefflichen Heeres sorgteer für die äußere Sicherheit, durch eine weise Verwaltungfür die innere Wohlfahrt der Monarchie. Wir beschränkenuns darauf, hier seinen schaffenden Geist in den Erweitc-

1) Mlken, 1822. S. 223 u. ff.

2) Im berlinischen historisch-genealogischen Kniender vom 1.1823.