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des einfachen Portals sind zwei Engel nach Ticcks Model-len, von Werner und Neffe in Kupfer getrieben; der einehalt einen Kelch, der andere ein offenes Evangelium. Die Langeder Kirche beträgt 330, ihre Breite 134 Fuß. Im Innern, dasdurch 2 Reihen korint. Säulen getragen wird, ist die gewölbteDecke mit gemalten Rosetten und Kassetten verziert. Bcfondersreich geschmückt ist der Altar, zu dem sechs weiße Marmor-siufen führen; er ist durch ein bronzenes massives Gitterabgeschlossen. In diesem Gitter stehen die zwölf Apostelnnach den berühmten Statuen Peter Wischers am Scbaldus-Grabe in Nürnberg, von Tieck modellirt, von Leguine ge-gossen und von Vuarin ziselirt. Das Altarbild ist vonBegaste; es stellt die Ergießung des heiligen Geistes vor.In der Mitte kniet Maria, hinter ihr sieht Magdalena;zu beiden Seiten sind die Apostel mannigfach gruppirt.Von demselben Künstler ist das zur Seite hängende Brust-bild des Apostel Paulus, ein Gegenstück zu dem auf derandern Seite hängenden Gemälde des Apostels Petrusin Mosaik, und ein Geschenk des Pabstes Leo Xil. auden jetzt regierenden König. Die Orgel gehört zwar nichtzu den größten, aber zu den wohlklingendsten, die wir inBerlin haben. Die in der Kirche befindlichen Denkmälersind schon früher beschrieben so wie Manches über die Ge-schichte der Kirche selbst gesagt worden ist ^).
Der König ließ drei andere Kirchen in den I. 1817bis 1819 im Innern erneuern und zweckmäßiger einrichten.Die erste ist die Nikolaikirche, welche schon in diesemWerke vielfältig erwähnt worden ist 2). Den Plan zu die-ser Erneuerung entwarf mit Rücksicht auf das Gutachtender königl. Ober-Baudeputation und namentlich des Geh.Ober-Bauraths Schinkel, der Stadt-Baurath Langerhans, derauch den Vau leitete. Kanzel, Orgel, Altar und mehrere
1) s. S. 32. 115. 114. 176. 229. 296.
2) s. S. 21. 19. 76. III. 114. 115. 141. 173. 250. 390.