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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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den schönsten in Berlin gehören. Schon ist ein Marktplatzin der Gegend der Charite für die Bewohner der Friedrich;Wilhclmsstadt abgestochen, auch wird vom Bau einer Kirchedaselbst gesprochen, da die Sophienkirche, als einzige Paro«chialkirche einer so ausgedehnten Vorstadt, als die Span-dauervorstadt, nicht hinreichend ist. Denn zu der letzteren gehörtnoch als ein doppelter Anhang außerhalb der Thore nichtallein die schon erwähnte Rosenthalcrvorstadt oder das Neu-Voigtland i), sondern auch dieOranienburgervorstadt,die sich von dem Oranienburgerthore bis nördlich an dieReinickendorfer Heide und das Luiscnbad, östlich an die Ro-senthaler Landstraße, westlich an den Schönhauscrgraben,und südlich an die Roscnthalervorstadt erstreckt, und wah-rend dieser dritten Epoche, nebst ihrer Benennung, aucheine förmliche Straßcncinthcilung erhalten hat. Sie hateinen sehr großen Umfang und bildet mit der RosenthalerVorstadt ein eigenes Polizeirevier, nämlich das zwei undzwanzigste. Merkwürdig ist in diesem noch nicht ansge-baucten Stadttheilc die königliche Eisengießerei, Jnvaliden-siraße No. 92, ein wichtiges Werk, welches zum Oberberg-amte gehört und im I. 1894 vom Minister Grafen vonReden veranlaßt wurde. Die erste Anlage geschah da wosonst die Schleifmühle, an der Pankc war. Wie sie jetzt erwei-tert worden, ist umständlich in Webers Wegweiser durch diewichtigsten Werkstätten von Berlin 2) gesagt. Die kleinstenFigürchcn und feinsten Kettchcn werden hier gearbeitet undzugleich auch Statuen, Büsten, kolossale Denkmäler, Brücken-bogen, Räder- und Walzenwerke zu Maschinen aller Art.Neben der Eisengießerei sieht man das schon beschriebeneJnvalidcnhaus, in der Invaliden Haus- oder Jnvali-dcnstraße, welche zur Oranienburger-und Rosenthalcrvor-stadt gerechnet wird, da sie von dem Schönhausergraben,

0 s. S. 219.

2) I. Heft. S. 3-29.