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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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geschmackvollen Dekoration der Zimmer, eine bcmcrkcns-werthe Sammlung von Kunstwerken enthält, als in derPrivatbibliothek des Königs schöne Krisiallwaarcn aus Ruß-land, italienische Vasen aus Alabaster, und einige andereArbeiten dieser Art aus neuester Zeit; in einem andern Zim-mern, Landschaften von Friedrich und Hackert, die Spinne-rin, ganze Figur in Marmor von Schadow dem Sohne;mehrere Büsten von Rauch; im Zimmer, in welchem derRegent die fremden Gesandten empfängt, 12 Kopien derberühmtesten Bilder Raphaels; im Speisesaal, die Bildervon sechs im letzten Kriege berühmt gewordenen Generalenund ein großes Bild von Horaz Vernct: die preußischeFahnenweihe auf dem Marsfclde bei Paris; ein zweiterSaal enthält Gemälde, welche der König zur Aufmunte-rung der Kunst auf den Kunstaussiellungen in Berlin selbstausgewählt und gekauft hat, eine interessante Sammlung,weil man hier eine Uebcrsicht dessen gewinnt, was unsere Malerin neuester Zeit geleistet haben; außerdem eine Büste derKönigin, ein Relief in kiusso smicn von Canova; Gra-zien bekränzen die Venus, und die Sandalenbinderin vonRudolph Schadow u. s. w. Im sonstigen Thronsaal isteine Kopie des Kölner Dombildcs von Beckenkamp. EinenTheil des Thronsaalcs hat der König zu einer Kapelle fürseinen Privatgottcsdienst mit Wandgemälden, Darstellungenaus dem Evangelium, von Jul. Schopps einrichten lassen.— Als die Königin noch lebte, bewohnte diese Fürstin dierechte Seite des obern Stockwerks, und der König dierechte Seite des unteren Geschosses; jetzt befindet sich dortein Vorzimmer, worin die Fahnen und silbernen Trompe-ten und Pauken der berliner Garnison aufbewahrt werden;ein Zimmer, wo der König die Vorträge der Minister, Ka-binclsräthe u. f. w. anhört, eine kleine Kabinctsbibliothck,und ein Schlafzimmer nach dem Hose hinaus; von diesemführt eine kleine, schmale Treppe in das obere Geschoß, woder König sich gewöhnlich aufhält. Nur das Schlafzim-mer der Königin ist unverändert gelassen worden, man sin-