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im Innern und von außen, obgleich es etwas eingezwängtliegt, geschmackvoll dckorirt. Hier hält das im I. 17Wvon Fasch und Zelter gestiftete ^), in feiner Art wahrhafteinzige Institut, aus mehreren Hunderten von Sänger undSängerinnen bestehend, feine regelmäßige wöchentliche Ver-sammlungen (des Montags und Dienstags von 5 bis 7Uhr), um Messen von Palcstrina, Allegri, Dnrante, Leo,Lotti, Jomelli, oder Fugen und Motetten von Scb. Bach,Em. Bach, Naumann, Haydn, Mozart, Fasch, überhauptKirchenmusiken des altitalicnischcn und deutschen strengenStyls einzustudieren und aufzuführen. Ein zweiter Cursusin diefer ausgezeichneten Schule für geistliche Musik, ist fürAnfänger eröffnet, und dieser versammelt sich des Mitt-wochs. Zuweilen veranstaltet die Akademie in ihrem Localedie öffentliche Aufführung großer Oratorien und am Char-freitage gicbt sie gewöhnlich den Tod Jesu von Graun.Hier führt ebenfalls die aus Künstlern und Dilettanten be-stehende philharmonische Gesellschaft gewöhnlich des Frei-tags zu ihrem Vergnügen große Instrumentalmusiken auf.Auch A. W. von Schlegel und Alexander von Humboldthaben in diefer Kunsthalle ihre berühmte Vorlesungen, dererste über die schönen Künste, der andere über physikalischeErdbeschreibung gehalten, und als in, I. 1828 die Natur-kundigen und Acrzte aus allen Gegenden Deutschlands undEuropa sich zu den, großen, mehrere Wochen dauerndenVerein mit den hiesigen Naturforschern und Aerztcn ver-sammelten, wurde ihre Sitzungen in dem großen Saale derSinge-Akademie gehalten.
Der König bewohnt noch immer feinen dem Zeughausegegenüber liegenden, prunklosen Pallasi, der im Acußcrnkeine Veränderung erlitten, aber im Innern, außer einer
t) Musikkenner und Musikliebhaber, die dieses Institut kennenlernen mollen, besonders Fremde, melden sich bei dem zeitige» Direk-tor der Anstalt, Prof. Zelter, oder einem andern Mitgliede des Vor-standes der Singeakademie.