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dct noch ihre goldene Waschtoilette und ihre Bibel. Indem durch einen bedeckten Bogengang mit dem Palais desKönigs verbundenen Ludwigschen. oder Prinzessinnen - Pa«lais i) befinden sich oben die ZiiNMcr der Fürstin von Lieg«nitz; unten die des Prinzen Albrecht; in dem kleinen Gar«tcn zwischen dem Palais und dem OpcrngrabcN stehen diebronzenen Büsten der Töchter des Königs.
Schon haben wir das dem Pallasie des Königs gegen«über liegende Zeughaus in Absicht des Aeußern beschrieben/an dem in neueren Zeiten nichts weiter verändert wordenist, als daß das Dach mit Zinkplatten bedeckt ist und mandas Gebäude selbst mit bessern verglasten Fenstern versehenhat. In den gewölbten untern Räumen sind Kanonen vonverschiedenem Kaliber und Pulverwagen. In den obernSälen, welche die ganze Länge und Breite des Gebäudeseinnehmen, sind Gewehre von allen Truppengattungen wieeherne Wände, Pyramiden, Trophäen u. s. w. aufgestellt,und eine große Anzahl französischer Fahnen dabei als De-koration verwendet. Ein Abguß der Statüc des FürstenBlücher von Rauch, die in Breslau aufgestellt worden ist,befindet sich hier; Blücher ist als Marschall Vorwärts imSturmschritt als Sieger bei der Katzbach dargestellt. —Neuerdings ist auch noch auf dem Zeughausc eine merk-würdige Sammlung alter Waffen in Schränken aufgehäugtworden, wozu Waffen aus der Kunstkammer genommenworden sind. Auch eine angebliche Rüstung der Jungfrauvon Orleans, die als Kricgcsbcute im I. 1815 hierhergebracht worden ist. Die großen Modellen französischer
1) Der ersic Namen kommt daher, weil der verstorbene Pn'nzLudewig, Bruder des Königs, es bei seiner Lebzeit bewohnte; dieBenennung von Prinzessinen-Palais aber daher, weil die jetzige rus-sische Kaiserin, die Erbgroßherzogin von Mecklenburg-Schwerin, unddie Prinzessin der Niederlande, Töchter des Monarchen, vor ihrerVermahlung hier ihre Wohnung hatten.