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fortiren i). Eine neue dazu gekommene Stiftung ist diefür Zöglinge des großen Friedrichs - Waisenhauses, durchKoinmunalbcschluß vom November 1822 bei Gelegenheitder Feier des 25jährigcn Regicrungs-Jubiiai Friedrich Wil-helms III., um aus den Zinsen eines Kapitalfonds beson-ders ausgezeichneten Zöglingen des gedachten Waisenhausesbei ihrem Austritt aus demselben, eine Aussicht auf einKapital von 5V Thaler zu verleihen, sei es bei ihren Eta-blissement, ihrer Vcrhcirathung oder nach zurückgelegtem30sten Jahre. Das Kapital wird bis dahin bei der Spar-kasse belegt. Diese Sparkasse ist ebenfalls eine Kommunal«Anstalt, die am 21. April 1318 errichtet, unter Aufsicht desMagistrats verwaltet wird, und worin die Einwohner ihrekleinen Ersparnisse von 15 Sgr. an bis 50 Thaler zinsbarunterbringen können; die Zinsen können entweder gehobenoder dem Kapital zugeschrieben und wieder als neues Ka-pital verzinset werden. Unter 25 Thaler betragen die Zin-sen 3^ Procent, von 25 Thaler aber, wofür die Kasse danneine Stadtobligation kauft, 4 Prozent. Am Ende 1827waren etwas über 700,000 Thalcr in diese Kasse ein-gelegt 2).
Im I. 1800 führten der Gchcimcrath Dr. Hepm undder verstorbene Dr. Zenker die Impfung der Schutzblattemoder Kuhpockcn, statt der sonst üblichen Inokulation derMenscheupocken, ein, und im I. 1802 wurde ein Schutz-blattern Institut in dem großen Friedrichs-Waisenhaufe(jetzt in der Niederlagssiraße No. 4) eingerichtet, wo alleSonntage von 12 bis 2 Uhr Kinder unentgeldlich eingeimpftwerden können. Der Mcdizinalrath Dr. Kasper hat ineiner lateinischen Abhandlung über den Einfluß der Ein-
1) S. die öffentliche Armenpflege in Berlin. 1828.
2) Einen gründlichen Aufsatz über die Sparkasse in Berlin ent-halten Dr. trug's stattSwirthschastlichen Anzeigen. 1826. I. Heft.S. 1—M.