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räumten ehemaligen berlinischen Probstci, No. 7 der Probst-gassc.
Schon am Anfange des gegenwärtigen Jahrhunderts(im I. 1801) hatte ein edler Menschen- und Vatcrlands-freund/ der verstorbene Prediger der böhmischen GemeindeJänicke eine noch bestehende Armen-Speisungs- oder Suppen-anstalt durch Beiträge wohlthätigcr Menschen gestiftet, umden Armen im Winter nahrhafte Suppen von Erbsen,Graupen, Linsen, Hirse und Buchweizen auszuthcilcn. Nichtallein diese Stiftung blieb in ihrer vollen Thätigkeit undsorgte für 3000 bis 4000 Armen, während dieser verhäng-nisvollen Kriegcszcit, sondern es wurde noch damals einwohlthätiges Institut ähnlicher Art errichtet, welches Sup-pen- oder Portionen-Zettel ankaufte und solche anstatt Geld-Almosen, als Anweisung auf ein Mittagsmahl austheilte.Diese zwciteAnstalt, durch Karl v.Neandcr vorzüglich in Wirk-samkeit gesetzt, war besonders für nothleidende Soldatenfamilienbestimmt. Jedoch konnte durch alle diese Anstalten um Vor-richtungen, durch die angestrengsten Bemühungen des kö-niglichen Armendirektoriums, so wie durch einzelne Werkeder Barmherzigkeit bei weitem nicht aller Roth abgeholfenwerden, denn zu groß war die Zahl der Hülfsbcdürftigcn,und taglich nahm sie besonders bei dem Soldatcnstande zu,als in Folge blutiger Gefechte das bis dahin UngewisseSchicksal so vieler Ehemänner und Väter auf das Schreck-lichste entschieden war und ihre Familien sich ihrer Ernäh-rer beraubt sahen.
Zwar wurde am 9. Juli 1807 zu Tilsit der Friedenzwischen Frankreich, Rußland und Preußen geschlossen, aberletzteres verlor nicht allein ungefähr die Hälfte seiner Lan-der, sondern es mußte sich noch, so erschöpft wie es war,
wechsele nicht das Luiseustist mit der Luisenstiftung (WilhelmssiraßeNo. tt>2), worüber unten das Nähere vorkommt.