zur Bezahlung einer sehr bedeutenden Kontribution verbind-lieh machen, und mit Ausnahme von Ostpreußen, wo derKönig mit seiner Familie bis am Ende des Jahres 1809verweilte, blieben die übrigen preußischen Landcsthcile vonNapoleons Hecrcsmasscn bis zum 3. Dezember 1808 mit150000 Mann und den französischen administrativen Be-hörden besetzt; und selbst wie zu Erfurt, unter AlexandersVermittclung, die geforderte Kontribution um 20 MillionenFranken ermaßiget wurde, und Napoleon seine Truppen ausdem Lande zu seinem Zuge nach Spanien zog, so mußtePreußen dennoch die drei Oderfcstungen, Stettin, Küsirinund Slogan in Frankreichs Händen bis zur völligen Be-zahlung der noch 120 Millionen Franken betragenden Kon-tribution lassen, dabei für die Verpflegung der Besatzungenin diesen Festungen sorgen, und die drückenden Fesseln desfür den Staat und den Handel so nachthciligcn Kontincn-talsysiems tragen. Tief griffen natürlich diese harten Be-stimmungen in alle Verhältnisse des innern politischen Le-bens der ganzen Monarchie, und die mit Napoleons Zu-stimmung, nach dcni Schluße des Tilsitcr Friedens, in Ber-lin ernannte Jmmediat-Friedens-Kommission, um Preußi-scher Scits, bei den wegen Erfüllung der Fricdensbcdin-gungcn mit den französischen Behörden vorfallenden Diffe-renzen, des Landes Interesse wahrzunehmen, konnte nichtimmer nach Wunsch wirken, weil sie mit einer zu mächti-gen Gcgenparthci zu kämpfen hatte.
Der König, noch immer durch die Umstände genöthi-gct in Königsberg zu bleiben, aber für den die ganze Mo-narchie, und so auch vorzüglich Berlin ein Gegenstandder zartesten Sorge und Sehnsucht war, suchte von Ost-preußen aus, durch zweckmäßige Anordnungen und treff-liche Einrichtungen die Trümmern der verlornen Kraftund Herrlichkeit seiner Lander zu einem neuen, nicht minderglänzenden Bau wieder zusammen zu fügen. So gab unterandern am 19. November 1808 die neue Städte-Ord-