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ein Schüler Gontard's, und der Erbauer der schon erwähnten Reitbahn im Hofe des Akademicgcbäudes, so wie mehre-rer ansehnlicher Privatgebäude, (z.B. des großen und schönenHauses im Thiergarten No. 42, was ihm früher gehörteund dessen Garten, berühmt durch seine Roscnflur, er ineinem höchst sandigen Boden allein geschassen hat), erhieltim 1.1801 von der hiesigen Kaufmannsschaft den Auftrag,sei es nach seiner Angabe, sei es, wie einige meinen, nurnur nach des Oberbauraths Simon's Rissen, das Börsen-Haus am Lustgarten zu bauen; es ward im I. 1802 vol-lendet, und wurde im I. 1805 feierlich eingeweiht. DasHaus besteht aus zwei Flügeln von drei Stockwerken. Mansteigt vermittelst einer der Hauptfronte entlang laufendenTreppe von mehreren Stufen zu einem Säulengang undeinem dahinter liegenden großen Saal, in welchem im Win-ter die Börse, von 1 bis 3 Uhr i) gehalten wird; im Som-mer geschieht dieses unter der Kolonade. Das zweite Ge-schoß dient zur Ressource der Kaufmannschaft 2), und isteben so zweckmäßig als geschmackvoll eingerichtet. Im drit-ten Geschoß sind mehrere Wohnungen der Gildcbcamtcn.
Der Lustgarten erhielt noch im I. 1803 zugleich mitden Linden eine neue Zierde, als das vorher hölzerne Ge-länder der letztgedachten Allee weggenommen, und niit stei-nernen Kegeln und eisernen Stangen ersetzt, die Promenadeselbst, so wie die Straße auf beiden Seiten erhöhet, undeben so der Lustgarten mit Pappeln und Kastanien bepflanzt,die Außenseiten nach dem Schlosse und dem Dome zu mitsteinernen Säulen, die mit Eisen verbunden und worauf ingewissen Distanzen Laternen angebracht sind, eingefaßt, und
t) Die dort ausgefertigten Kurszettel sind in dem Börsenhause zuerhalten, oder fast taglich aus den öffentlichen Blättern zu ersehen.
2) In diese Ressource werden Männer auS allen Ständen auf-genommen, und sie ist mit einer Journalanstalt verbunden, wo manalle Zeitungen und Zeitschriften vom In- und Auslände findet.