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Risalit, vor derselben eine Freitreppe, die zu der Thür zwischen 2a!t-gricch.-dorisch. Säulen, führt; das Kapital dieser Säulen istvon einem schönen Tempel zu Corinth gewählt; das Risalit istmit einem Fronton gekrönt, und auf dem Fries sieht folgendeInschrift: b'rlckt-ricus Ibl. ksx, litck liivnt--
rurme, ininei-zlogicze. zroliilemonicze. lVI Denn
ursprünglich hatte das Gebäude diese dreifache Bestimmung;es war den Münzen, der Mineralogie, die dort ein großesKabinet hatte, was gegenwärtig sich in der Universität be-findet, und der Baukunst geweiht, für welche in diesem Ge-bäude Vorlesungen gehalten werden sollten, zu denen aberauch ein besonders Gebäude gegenwärtig an der Charlot-ten- und Zimmerstraßenecke bestimmt ist. Daher das ringsherum laufende, von Schadow angegebene, und von meh-reren Künstlern in Sandstein gearbeitete und bronzirte Re-lief, welches 116 Fuß lang und 5 Fuß 9 Zoll breit, gleichdes Phidias bekanntem Friese im Parthenon, ein sinnvol-les Ganze bildet, was auf die frühere dreifache Bestim-mung des Hauses Bezug nimmt. Man erblickt zuerst dieGewinnung der Metalle, darauf das Verarbeiten, dann dasMünzen selbst, hieraus das Anwenden der Münzen, in sofern dadurch die schönen Künste, und namentlich die Bau-kunst, hervorgerufen werden. Während daß die zweite unddritte Etage, zu denen im Flur des Vorderhauses eine freie,in einem Zirkel von acht Säulen eingeschlossene und vonoben beleuchtete Treppe führt, zu verschiedenen Zweckendienen, besonders zu den Büreaus des königl. Obcrbergamts,ist die ganze untere Etage zu den Werkstätten der königli-chen Münze bestimmt, und dieser Zweck hat die von dergriechischen Form abweichende Anlage der Fenster bedingtda sich sonst in der ganzen Anordnung dieses Gebäudeseine fortschreitende und in Anwendung gebrachte Kcnntnißdes classischen Alterthums nicht verkennen läßt, die bei denvorzüglichsten hiesigen Architekten dieser Epoche immer sicht-barer wurde.
Friedrich Becherer, im I. 1747 zu Spandow geboren,