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Berlin oder Geschichte des Ursprungs, der allmähligen Entwickelung und des jetzigen Zustandes dieser Hauptstadt : in Hinsicht auf Oertlichkeit, Verfassung, wissenschaftliche Kultur, Kunst und Gewerbe
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liehen Gemälde, von Anton Pesne, mit deni rechten Fußvorschrcitend, den Blick ein wenig links gewandt, indeß dierechte Hand den Kommandostab hält, und die linke aufdem Gefäß des Degens ruht. Die Uniform, welche demUnkundigen ganz treu nach dem Leben erscheinen niag, istdoch gegen die eigentliche Tracht des Helden noch sehr er»mäßiget; die geöffnete Weste zeigt uns ein nach Möglich-keit reiches Faltcnfpiel des Untergcwandes, und auf demkleinen triangelförmigcn Hut erhebt sich in allegorischer Be-ziehung ein Büschelchen Eichcnblätter. Die Bildsäule istaus kararifchcn Marmor in kolossalifchcr Größe, undsteht auf einem Postamente von Priborner Marmor,dessen Reliefs und Inschriften von Hirt angegeben wordensind. Zwei Seiten des Piedestals sind mit Inschriften ver-sehen. Auf der Vorderseite: dem Andenken des regie-renden Fürsten Leopold von Anhalt-Dessau, König!. Preuß.General-Feldmarfchalls, weihet dieses Denkmal FriedrichWilhelm lkkk. im ersten Jahre feiner Regierung. Rück-seite: Siegreich leitete er die preußischen Hülfsvölker amRhein, an der Donau, am Po. Er eroberte Stralsundund die Insel Rügen. Die Schlacht bei Kcssclsdorf krönteseine kriegerische Laufbahn. Das preußische Heer verdanktihm die strenge Mannszucht und die Verbesserung seinerKrieger zu Fuß. Er lebte vom 2. Junius 1676 bis den7. April 1747. Eine Ncbenscite ist mit einer Viktoria ge-ziert, auf deren Schilde man die Worte ließt: Kesselsdorfden 13. Dezember 1745. Auf der andern Seite sieht manBorussia im Amazoncnkostum, an der Hand die Siegesgöt-tin, ihr Schild schmückt der peußischc Adler. — In dem-selben Jahre, wo die Bildsänle des Fürsten von Dessauerrichtet wurde, baucte der Bauinspcktor und Professor derBauakademie Gen;, am Werderschcn Markt, an der Stelledes ehemaligen, im I. 1794 abgebrannten werderschcnNathhauses, das mit der sogenannten alten Münze, Unter-wasscrstraße No. 2 und 3 in Verbindung stehende neueMünzgebaude. Die Vorderfa<,ade hat ein vorspringendes